Wichtige Hinweise zur Selbstbehandlung

Chronische Erkrankungen nie durch Laien behandeln, immer nur durch einen erfahrenen Homöopathen.

Während einer laufenden homöopathischen Behandlung chronischer Krankheiten Akutmittel nur in Absprache mit dem behandelnden Homöopathen.

Bei akuten Erkrankungen immer überlegen, ob eine Behandlung überhaupt notwendig ist oder ob der Organismus die Kraft besitzt, sich selbst zu heilen. Oft wird zu früh nach Mitteln gegriffen.

Zunächst Hausmittel (Tees, Wickel, Bettruhe, Bäder usw.) ausprobieren.

Reicht es nicht, nach passenden homöopathischen Mitteln suchen.

Homöopathische Mittel ersetzen nicht die normalen Maßnahmen der Ersten Hilfe, sie ergänzen sie nur.

Bei Unfällen, großen Blutungen, Bewusstseinsverlust, schweren allergischen Reaktionen Fachleute hinzuziehen. Bis zu deren Eintreffen passende Mittel geben.

Aufbewahrung der Mittel:

bulletDunkel
bulletGeruchsneutral
bulletKeine Temperaturschwankungen
bulletNicht neben elektrischen Geräten

Wichtig:

Vor jeder Mittelgabe Anamnese àFallaufnahme

bulletGenaue Beobachtung

ü      Aussehen

ü      Verhalten

bulletGenaue Fallaufnahme durch Befragung:

ü      Seit wann besteht die Erkrankung

    ( à Auslöser, wie z.B. Durchnässung, kalter Wind, Aufregung…)

ü      Wo sind die Beschwerden

ü      Wie sind die Beschwerden

ü      Wann treten die Beschwerden auf

ü      Was verbessert / was verschlechtert

Symptome müssen für eine Mittelwahl ausreichend sein. Möglicherweise vor einer Mittelgabe abwarten, bis sich das Bild klärt (eindeutige Krankheitszeichen zu finden sind)

Verabreichung der Mittel im Akutfall:

Ich arbeite im Allgemeinen mit C-Potenzen (C30 oder C200)

In die eigene Apotheke kommt C30, außer Arnika, Opium, Aconit. Diese sollte man auch in C200 vorrätig haben.

3 Globuli auf die Zunge geben und vergehen lassen. Nicht lutschen, kauen oder herunterschlucken.

Reaktion abwarten

Mögliche Reaktionen, die auf eine Besserung hinweisen:

bulletÄnderung der Gesichtsfarbe
bulletEinschlafen
bulletAugen beginnen zu leuchten
bulletWeinen à Ausscheidung
bulletGähnen
bulletSehr kurze, heftige Verschlimmerung (selten)
bulletDurchfall bei Magen-Darm-Infekt à Ausscheidung

Achtung:

Bei Säuglingen Gefahr der Austrocknung à genügend Flüssigkeit und Elektrolyte zuführen (v.a. Salz)

Bei Zeichen der Besserung abwarten, keine weiteren Mittelgaben

Eisernes Gebot:

niemals in eine Besserung eine erneute Mittelgabe

Vorgehen bei erneuter Verschlechterung nach vorübergehender Besserung:

5 Globuli in einem Glas Wasser auflösen à 10x mit Plastiklöffel umrühren

(à verkleppern), dann einen Schluck trinken à einige Minuten abwarten, ob eine Besserung eintritt

Soviel Schlucke nehmen, bis es dem Pat. wieder besser geht, vor jedem Schluck 10x mit Plastiklöffel umrühren

Warum verkleppern?

Man soll die gleiche Potenz nicht mehrmals kurz hintereinander geben. Durch das Verkleppern erhöht sich die Potenz minimal.

Je akuter, desto häufiger müssen die Mittelgaben erfolgen (immer in oben beschriebener Weise), evtl. alle paar Minuten, da die Mittel in hochakuten Zuständen sehr schnell verbraucht werden. (Lebenskraft braucht viel „Nahrung“, um gegen die Störung angehen zu können).

Bei Besserung längere Intervalle

Vor erneuter Mittelgabe prüfen ob die Krankheitszeichen noch gleich sind.

Bei Änderung der Symptomatik à erneute Mittelsuche

Tritt nach 3-4 Gaben keine Besserung ein, war das Mittel falsch.

Tritt die gleiche Erkrankung innerhalb kurzer Zeit mehrmals auf

à Fachmann hinzuziehen, denn es sind tiefer wirkende Mittel notwendig, um die Konstitution (Abwehrkraft) zu stärken.

Dies gilt auch, wenn verscheiden Krankheiten in kurzen Intervallen auftreten